SPD Neureut

 

Nachrichten des SPD-Ortsvereins Neureut


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Artikel für Neureuter Nachrichten zur 2. Reihnbrücke 6.5.2010

Wir brauchen keine zweite Rheinbrücke

Der SPD-Ortsverein Neureut veranstaltete gemeinsam mit den Ortsvereinen Knielingen und Nordweststadt eine Diskussionsrunde mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Stober sowie Regina Schmidt-Kühner und Daniel Melchien, die sich alle für eine Kandidatur um ein Land-tagsmandat im Frühjahr 2011 bewerben. Eine große Anzahl Parteimitglieder und interessierter Bürger nahmen die Gelegenheit zur Information wahr.
Eindeutig Stellung nahmen die Podiumsteilnehmer zu der umstrittenen Rheinquerung im Westen Karlsruhes und betonten, dass sie den Bau einer zweiten Rheinbrücke nördlich der bestehenden ablehnen.
Rainer Schuhmann, der kompetent und sachkundig die Moderation übernahm, erläuterte den
Neureuter Vorschlag, einen Brückenneubau an der Stelle der bestehenden Rheinbrücke umzu-setzen. Dabei soll zwischen die bestehende Rheinbrücke und die Eisenbahnbrücke eine halbe dreispurige Brücke gebaut werden, über die der Verkehr geleitet wird. Die bestehende Brücke kann jetzt demontiert werden und eine zweite halbe Brücke gebaut werden. Nach der Fertigstellung wird der Verkehr über die erste halbe Brücke geleitet und die zweite halbe Brücke an die erste heran geschoben. Vorteil: Bei einer zukünftigen Sanierung müsste immer nur eine halbe Brücke gesperrt werden, der Verkehr könnte über die andere halbe Brücke rollen.
Bei den Anwesenden und bei Johannes Stober stieß dieser Vorschlag auf Zustimmung. Er habe im Landtag diesen Vorschlag eingebracht und ihm wurde mitgeteilt, dass die Machbar-keit einer solchen Lösung nicht geprüft wurde, zeigte er sich verärgert.
Mit Bedauern mussten die Podiumsteilnehmer allerdings eingestehen, dass die Stadt nicht Planungsträger ist und aufgrund dessen kaum Einflussmöglichkeiten hat. Nur mit alternativen Lösungen, die zeigen, dass es auch anders geht, kann man Gehör finden und Veränderungen erreichen.
Regina Schmidt-Kühner stellte die Notwendigkeit einer zweiten Rheinbrücke in Frage. Die Prognosen der Verkehrsentwicklung sind nicht eingetroffen, ca. 25% weniger Fahrzeuge als die angenommen 100.000 täglich queren den Rhein. Außerdem warnte sie vor wachsendem Druck zu einer Nordtangente durch den Hardtwald.
Daniel Melchien griff den Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther auf, den Hardtwald zu untertunneln. Diese Idee sei völlig ungeeignet, da ein Tunnelbau zu teuer käme und deshalb nicht realisierbar. Mehrere Gutachten haben ergeben, dass ein Abzweig mit neuer Rheinbrücke zur Südtangente keine nennenswerte Entlastung für die angrenzenden Stadtteile mit sich bringt.
Die Bürger können, so Daniel Melchien, ihren politischen Willen äußern, in dem sie Parteien mit einer entsprechenden Position unterstützen.

 

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