10. Symposium zur Zivil-Militärischen Zusammenarbeit im Zeichen der Zeitenwende

Veröffentlicht am 13.11.2025 in Allgemein

Am 11. Oktober fand in der Badnerlandhalle auf Einladung des Innenministeriums Baden-Württemberg und des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg ein hochkarätiges Symposium zur Zivil-Militärischen Zusammenarbeit statt. Mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Veranstaltung als Informations- und Austauschplattform.

Seit dem russischen Angriff auf Georgien 2008, der Annexion der Krim 2014 und vor allem seit der Zeitenwende mit dem Angriff auf die Ukraine 2022 befindet sich Europa in einem anhaltenden Krisenmodus. Zahlreiche Cyberangriffe, Angriffe auf kritische Infrastruktur und Drohnenüberflüge — überwiegend russischer Herkunft — stellen erhebliche Gefahren für die Stabilität von Staat und Gesellschaft dar.

 

Vorstellung und Diskussion fanden insbesondere um den Operationsplan Deutschland (OPlanDeu) statt. Deutlich wurde die Notwendigkeit einer strukturierten und effektiven Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den zivilen Akteuren — insbesondere den Verwaltungsbehörden sowie den Blaulicht-Organisationen als Träger der Notfall- und Katastrophenhilfe. Dafür sind die unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten zu klären und koordinierte Einsatzabläufe zu erarbeiten und zu üben.

Gefordert wurde eine Stärkung der Kommunen als untere Katastrophenschutzbehörden: Sie sollen frühzeitig in alle Planungen eingebunden und mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden, um im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben.

 

Besonders eindrücklich war der Fachvortrag von Prof. Dr. Dr. Markus Ries zur medizinischen Perspektive des Ukrainekrieges aus Sicht des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Er mahnte mehrfach den besonderen Schutz von Kindern im Kriegsfall an.

 

Auf dem Neureuter Platz präsentierten die „Blaulicht-Organisationen“ in einer umfassenden Geräte- und Leistungsschau ihre Einsatzfähigkeit; darunter die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und das DRK Neureut. Auf der angrenzenden Wiese hatte der Sanitätsdienst der Bundeswehr ein Luftlande-Rettungszentrum mit Operationsraum und Behandlungsbereichen aufgebaut und dort eine Übung durchgeführt.

Bei der Zusammenarbeit militärischer und ziviler Akteure wurde zudem betont, dass dies Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist, ihre Widerstandsfähigkeit (Resilienz) muss gestärkt werden. Generalinspekteur der Bundeswehr Breuer wurde zitiert, der strategische Gelassenheit empfiehlt, illustriert  mit der Aussage der Queen bei ihrem Besuch 2015 in Deutschland: „Als ich neulich Adenauer traf, ...“.

 

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